IBM ServeRAID macht (keine) Probleme
Da hat man mal eine IBM xSeries 346 in den Fingern und ist enttäuscht, dass es die Platten nicht tun – denkt man! Wie kommt man da drauf? Man schaltet den Server ein und nur eine LED an den Bays bzw. den HDD-Rahmen gehen an. Nimmt man eine Platte raus und schiebt sie vorsichtig rein (vorsichtig = im Submilimeterbereich langsam) bleibt die LED an. Dreck im Bay? Wackler im SCSI-Stecker? Das BIOS verrät auch nix.
All das traf nicht zu. Das Tiny-RAID-Utility, das man als BIOS des RAID-Controllers bezeichnen kann, bietet so gut wie keine Infos und es lässt sich auch nichts konfigurieren. Man muss sich die ServeRAID Tool CD bei IBM runterladen.
Nach dem booten des Standard-Linux wird bei Ankunft in rc3 natürlich erstmal das wichtigste gemacht: Eine andere Konsolenschriftart geladen, welche Comic Sans nicht ganz unähnlich sieht. Und auch wichtig: Maus anschließen! Anderenfalls kotzt irgendein Maus-Programm die Konsole voll und man landet in einem Dialog, der sich via Tastatur nicht bedienen lässt. Tipp: USB-Mäuse funktionieren. In meinem Fall sollte ich erstmal den RAID-Controller updaten. Entgegen anderer Informationen im Internet _muss_ man nicht die exakte Version für seinen Controller laden.
Aber das Tool an sich funktioniert sehr gut. Hot Swap geht, Arrays definieren geht, HDDs identifizieren geht, Arrays identifizieren geht. Also alles was man braucht. Und da merkt man dann: Die LEDs der Platten sind komplett Software-Steuerbar. Ist die LED aus, beutetet das nur, dass die Platte nicht aktiv ist. So einfach ist das.
| Artikel drucken | Dieser Beitrag wurde von sebbe am 19. Mai 2011 um 19:49 veröffentlicht und unter Allgemein abgelegt. Du kannst allen Antworten zu diesem Beitrag durch RSS 2.0 folgen. Du kannst eine Antwort schreiben oder einen Trackback von deiner eigenen Seite hinterlassen. |