Archiv für November 2008
Neuer Server in Vorbereitung
28. Nov
Ich freue mich auf den neuen Server der ITjungs! Im Moment läuft alles so einigermaßen. Aber beklagen kann man sich ja immer. Deswegen bereiten wir gerade neue Konzepte und techniken vor.
Bisher setzen wir VHCS ein, was meiner Meinung nach nicht nötig ist. Die wenigen Einstellungen, die User vornehmen werden, lassen sich auch skripten und per Web zugänglich machen. Es läuft also auf viel Handarbeit hinaus, die sich aber lohnen wird.
Erfahrung wird daraus auch wieder hervorgehen, und daher werde ich ein paar Fallstricke hier wieder zum besten geben, damit ich mich irgendwann wieder fragen kann “Wie war das nochmal mit dieser Fehlermeldung …” und bei Google dann auch wieder auf meinen eigenen Blog treffen kann, der mir weiterhilft.
Bildverarbeitung und Spielereien
26. Nov
Wer sich mit mir einmal über die Möglichkeiten einer WiiMote unterhalten hat, der wird wissen, dass ich für die FH gerade ein Projekt mache, in dem es um die Grundzüge eines Multitouch-Screens zu realisieren gilt. Wer soetwas nicht kennt oder noch nie gesehen hat, sollte bei YouTube mal Johnny Lee eingeben, oder auf seine seite, JohnnyLee.net gehen.
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VPN an der FH-Köln – Untained!
08. Nov
Update 2: In den Kommentaren ist ein Link zu krischer.org, welcher das VPN-Script wesentlich verbessert hat. Wenn ich es getestet habe, werde ich meins auch aktualisieren.
Update: Die Anführungszeichen bei Application Version in der fhkoeln.conf dürfen da nicht stehen, ich habe das im Listing unten korrigiert.
Erfolg! Endlich habe ich es geschafft mit minimal-invasiven Mitteln ins WLAN der FH-Köln am Campus Gummersbach zu kommen, ohne von Hand Scripte starten zu müssen. Das Zauberwort hieß NetworkManager Dispatcher Skripte und Application Version.
Direkt ans eingemachte:
1. vpnc installieren
2. Einstellungen vom ZVD-Account herunterladen
3. Die Cisco-Konfigurationsdatei in eine openvpn-Config konvertieren. Da gibt es Tools für, aber man kann sie auch einfach selber schreiben, ich habe sie unter /etc/vpnc/fhkoeln.conf abgelegt:
IPSec gateway vpn.fh-koeln.de
IPSec ID FHK-VPN
IPSec secret KoelnerDom
Xauth username sbullock
Xauth password bradP1tt$
Application Version Cisco Systems VPN Client 4.8.0:Linux
Ein Trick, damit der Open Source Client vpnc überhaupt funktioniert, ist die letzte Zeile. Dort wird der Identifier, mit dem sich der Client beim VPN-Server anmeldet, angegeben. Den Usernamen und das Passwort unter Xauth muss durch das Eigene ersetzt werden. Das IPSec secret oder auch Gruppenpasswort genannt ist hier un-obfuskiert angegeben. Auch das eigene Passwort muss hier im Klartext stehen, sonst fragt vpnc das Dispatcher-Skript danach. Auf Dateirechte achten, ein chmod 600 /etc/vpnc/fhkoeln.conf ist Pflicht.
Wenn bis hierher alles geklappt hat, sollte uns ein sudo vpnc-connect fhkoeln ins VPN befördern. Der Parameter fhkoeln bezieht sich auf die Konfigurationsdatei unterhalb von /etc/vpnc/. In meinem Beispiel heißt sie fhkoeln.conf, wenn sie default.conf heißt, kann der Parameter sogar komplett weggelassen werden. Eventuell ist hier ein symlink angebracht: ln -s /etc/vpnc/fhkoeln.conf /etc/vpnc/default.conf. Dann genügt ein vpnc-connect um ins VPN zu kommen.
Nun zum Dispatcher-Skript. Es muss unter /etc/NetworkManager/dispatcher.d/ liegen. Ich habe es 02fhkoeln-vpnc genannt. Alle Skripte in dem Ordner werden, sofern sie executable sind, bei jeder Änderung des Netzwerks durchgeführt. Den Skripten werden dabei zwei Parameter übergeben: $1 ist das Interface, bei dem sich was getan hat und $2 ist die durchgeführte Aktion.
Das machen wir uns zunutze, um unsere eigene vpnc-Konfiguration mit vpnc zu verwenden, wenn wir uns mit dem FH-Netz verbinden.
#!/bin/bash
## INITIALISIERUNG
#Diese Werte werden vom NetworkManager an das Skript übergeben
INTERFACE=$1
ACTION=$2
## ESSID des Universitäts-Netzwerkes
ESSID_VPN="PUBLIC-CIT.FH-Koeln.DE"
## ESSID des verbundenen Netzwerks bestimmen
ESSID=$(iwconfig $INTERFACE | grep ESSID | cut -d":" -f2 | sed -e 's/"//g')
## Funktionen durchführen, je nach Aktion eine andere
case "$2" in
up)
if [ "$ESSID" = "$ESSID_VPN" ]; then
sleep 15
vpnc /etc/vpnc/fhkoeln.conf
fi
;;
down)
if [ "$(pidof vpnc)" ]; then
vpnc-disconnect
fi
;;
pre-up)
if [ "$(pidof vpnc)" ]; then
vpnc-disconnect
killall vpnc
fi
;;
post-down)
if [ "$(pidof vpnc)" ]; then
vpnc-disconnect
killall -9 vpnc
fi
;;
*)
echo $"Usage: $0 {up|down|pre-up|post-down}"
exit 1
esac
Eine Anmerkung zum Titel: Ein Linux-System befindet sich im Status “tained” (verschmutzt), wenn sich ein nicht unter GPL-befindliches Kernelmodul geladen wurde. Dieses Flag dient dazu einem Support-Dienstleister wie SuSE mitzuteilen, dass unwartbarer Code im Spiel ist, der für Fehler verantwortlich sein könnte. Der Cisco-VPN-Client läd beispielsweise solch ein Modul.
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